Kapitel 13


2004-7-6

Augen, tief wie das Weltall. Augen, aus denen eine große Traurigkeit spricht, die Verständnis haben, die aber auch ein Verlangen ausdrücken, das kein Mensch empfinden könnte.

"Du mußt ein Einhorn sein ..."

Das Tier legt seinen zarten Kopf etwas schief und lauscht aufmerksam auf Lucis Stimme. Ein bißchen scheu, immer auf dem Sprung.

"Ich glaub´s einfach nicht. Wahnsinn, bist Du schön! Darf ich dich berühren, mein scheuer Freund?"

Aufmerksam beobachtet das Wesen Luci, als sie sich ihm nähert. Die Flanken beben vor Anspannung, aber es weicht nicht zurück. Beinahe hat sie es erreicht, als es plötzlich die Augen weitet. Wieder dieser Laut, halb Wiehern, halb Vogelruf, und schon ist es im Wald verschwunden. Luci sieht verwirrt hinter sich, aber da ist nichts. Vor ihr nur die Hufabdrücke, die im Wald verschwinden. Nicht besonders tief, allerdings sind die Abdrücke mit Reif umrandet. Seltsam. Luci beschließt, ihrem scheuen Freund in den Wald zu folgen. Irgendwas hat ihm Angst gemacht. Vielleicht braucht es Hilfe? Das Bündel mit Kleidern ist schon völlig vergessen.

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Martin Spernau
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