Kapitel 3


Druhn träumt von der Sonne. Er ist ein Prinz der Nacht, aufgewachsen am Hofe Lady Marianas. Er, oberster Jagdherr der Dunklen Seite, kennt den Tag nur als Feind. Noch nie hat er Helios´ Antlitz gesehen. Keiner aus seinem Volk hat das. Keiner, der lebt, um davon zu berichten.

Druhn sehnt sich nach Wärme. Wärme, die sein Volk nicht kennt. Sie, die Unseelie, Herren über die Nacht, den Frost und den Stillstand, sehen in der Wärme einen Feind. Wärme und Licht sind Vorboten des Wachstums, des Frühlings, und müssen mit allen Mitteln in Bann gehalten werden.

Druhn sieht vor sich ein Gesicht von unendlichem Liebreiz. Ein Gesicht, wie er es im ganzen Reich nicht gefunden hat.

Druhn träumt von Dingen, die er nie gesehen hat. Von Dingen, die weit außerhalb seiner Erfahrungen liegen. Von Dingen, die keiner seines Volkes kennt. Und doch scheint ihm alles das so vertraut ...


alles Bild, Text und Tonmaterial ist © Martin Spernau, Verwendung und Reproduktion erfordert die Zustimmung des Authors

Martin Spernau
© 1994-2017


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